Das kirchliche Richteramt der katholischen Kirche hat viele Gemeinsamkeiten mit dem staatlichen. Dies ist insbesondere historisch zu erklären.
Heute erfüllt der Richterdienst unverkennbar eine andere Aufgabe als die staatliche Gerichtsbarkeit. Er dient dem Schutz des Glaubens und der kirchlichen Gemeinschaft. Hieraus ergibt sich ein eigenes Richterverständnis: Richten hat in der Kirche eine religiöse Bedeutung und ist theologisch zu begründen.
Diese Studie zeigt Gemeinsamkeiten auf und es werden die Unterschiede herausgearbeitet, damit die religiöse Funktion der kirchlichen Gerichtsbarkeit deutlich wird.
Inhaltsverzeichnis
Das kirchliche Richteramt in der Gerichtsgeschichte
- Kirchliche Gerichtsbarkeit im klassischen kanonischen Recht
- Kirchliches Gerichtswesen in reformatorischer und konziliarer Perspektive
- Kirchliche Jurisdiktion im Zeitalter der Staatenbildung
- Kirchliches Gerichtswesen zwischen Corpus und Codex
Die Richteramtskonzeption im geltenden Recht
Zuständigkeit und Verfahren
Gerichtsverfassung und -organisation
Richterliche Gewalt
Eignungskriterien und Ernennbarkeitsvoraussetzungen
Richterliche Amtspflichten
Richtertheorie der Justizmaximen und Verfahrensgrundsätze
- Richterliche Unabhängigkeit
- Grundsatz des gesetzlichen Richters
- Richterliche Unparteilichkeit
- Gütlichkeitsprinzip
- Öffentlichkeitsgrundsatz und Verteidigungsrecht
- Dispositionsmaxime und Amtsermittlungsgrundsatz
- Mündlichkeit und Schriftlichkeit
- Angemessene Prozessdauer
Wahrheitsfindung
- Entscheidungsparadigmen: Wahrheit und Gerechtigkeit
- Beweisaufnahme und Beweiswürdigung
- Rechtsauslegung
- Rechtsapplikation
Urteil
- Einzelrichter- und Kollegialgerichtsurteil
- Entscheidung
- Spezifika des Strafurteils
- Urteilskommunikation
Konturen der kirchlichen Richtertheorie
- Begründungsstruktur des Kirchenrichteramts
- Gerichts- und Richtertheologien
- Theologiepotentiale
Königstheologische Denkanstöße, Gericht und Eschatologie, Christologie und Amtstheologie, Gerichtstheoretische Moderneverarbeitung, Das Gericht als Ort der Theologie
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Der AutorJudith Hahn, Dr. theol., Lic. iur. can., studierte katholische Theologie in
Frankfurt am Main und London und kanonisches Recht in Münster in Westfalen.
Nach Tätigkeiten am Oswald von Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und
Gesellschaftsethik und am Lehrstuhl für Kirchenrecht und Kirchliche
Rechtsgeschichte der kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt ist sie zzt. Wissen-
schaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kanonisches Recht in Münster.
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